... und manchmal sind Dinge eben anders ...

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Lyrik - Theater namens Leben (01/2005)

Das Leben an sich ist nicht unbedingt einfach, aber meist auch nicht so schwer, wie man denkt.
Gefühle, gewalltige Emotionen machen es manchmal unerträglich.

Wie in einem Käfig gefangen, zur Schau gestellt, um bewertet zu werden.
Auf Kommando zu lachen oder zu weinen.

Als Marionette des Spielers "Leben", durchleben wir jede Situation.
Freund "Schicksal" schreibt das Drehbuch und Gevatter "Zufall" führt Regie.

Der freie Wille bleibt verschlossen.

Geleitet von vielleicht falschen Gedanken spiele ich mich. Wird der Schluß ein "Happy End" ? Wenn der schwarze, schwere Vorhang fällt, werden wir es wissen.

Müde von Spielen versinke ich in meine Träume, in eine andere ferne Realität. Dort schreibe nur ich das Drehbuch und der graue Schleier der tiefen, schwarzen Leere bleibt im Requisitenraum zurück.

Ich lache, weil ich es will und weine, wenn ich es für nötig halte.

So oft hoffe ich, dass meine Träume wahr werden und ich wieder frei sein kann, um so zu leben, wie ich es will!

Doch wird dies jemals geschehen ?!

Mein Leben dreht sich im Kreis - doch ich versuche ihn zu durchbrechen, bevor er sich endgültigt schließt.

Die helfende Hand habe ich oft weggeschlagen. Nun liege ich fast ganz am Boden und wieder reicht  man mir erneut die Hand. Doch nun traue ich mich, sie zu greifen...

Das Leben hat mich oft bestraft , mich verletzt und es nicht einfach für mich gemacht.  Was mir blieb, war die Welt meiner Träume. Dort war ich sicher, hoffte dort alles zu vergessen.

Doch, anstatt es zu vergessen , verdrängte ich es nur.  Ich wollte die Realität nicht sehen und sie auch niemals für andere preis geben...

Heute, ob ich will oder nicht, kommt alles mal still und leise, mal laut ans Licht.

Noch immer will und kann ich mein Leben nicht akzeptieren und schon gar nicht verstehen. Es tut weh, alles erneut zu erleben, wenn ich in den Spiegel der Wahrheit blicke. Eines Tages werden die schmerzlichen Erinnerungen verblassen...

Heute führt das Theater eine Sondervorstellung auf - wie so oft .

Ich verstehe alles nicht mehr. Je mehr ich liebe - desto mehr werde ich verletzt.
Darf ich nicht lieben ?! Steht es anders im Drehbuch ?! Improvisation ist nicht erlaubt.

Ich fand einst wie Julia ihren Romeo, auch den meinigen. Das Ende blieb, wie es war. Doch nicht er stieß sich den Dolch ins Herz - nein die Klinge steckt in mir und der Saft des Lebens fließt langsam aus mir heraus.

Nun stehe ich oben auf dem Berg, mitten im dritten Akt. Ich blicke gen Himmel, breite die Arme aus und lasse mich fallen - hoffend, die Arme der Zukunft fangen mich sanft auf.

Der Nebel der Ungewißheit schwebt schweigend still und dicht über dem rettenden Ufer. Ich springe nicht zum ersten Mal - aber dennoch voller Zuversicht wie beim ersten Sprung.

Oft, zu oft , bin ich hart auf den Boden der Realität aufgeschlagen, doch den Mut wieder aufzustehen hatte ich immer. Wie viel Kraft habe ich noch ?!

Wie oft kann ich mich noch selbst im Theater namens "LEBEN" spielen, ehe das Engagement verblasst.... ehe der letzte Vorhang fällt ?!

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Alle Texte sind selbst verfasst und urheberrechtlich geschützt. Die Nutzung ist bei Nennung des Autors (meiner Person) und Quellverweis erlaubt.

22.6.13 19:49

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